Eisenbahnkreuzungen und Bahnübergänge in Trautmannsdorf

Die Situation rund um die bestehenden Eisenbahnkreuzungen (kurz EK) in Trautmannsdorf/Leitha ist sehr komplex. Zum einen ist die ÖBB bestrebt, die Bahnstrecke sicherer zu machen und Bahnübersetzungen in der jetzigen Form so weit als möglich zu vermeiden und durch Überbzw. Unterführungen zu ersetzen.

Durch die geringen Abstände der EK in der Ortschaft Trautmannsdorf/Leitha, hat die ÖBB die Möglichkeit
zwei EKs zu schließen.

Das Bestreben der Gemeindeführung und uns als Volkspartei ist es, so viele Querungsmöglichkeiten wie möglich für die Bevölkerung zu erhalten.

so Bürgermeister Ing. Johann Laa und gfGR Manuel Zika

Die jetzigen Schrankenanlagen haben eine Betriebsgenehmigung bis 2038, müssen allerdings 2025 technisch erneuert werden.

Der Kostenanteil (50% der Gesamtkosten) bei einem Tausch der beiden Anlagen an den Gemeindestraßen (EK beim Bahnhof und in der Friedhofgasse) würde für unsere Gemeinde bei € 900.000,- inkl. MwSt liegen. Die Überquerung an der L 2001 (Batthyanystraße) muss vom Land NÖ kofinanziert werden. Im Zuge der Diskussion über alternative Querungen an der L 2001 wurde von Gemeinderat, ÖBB und Land NÖ eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Überblick

Varianten I und II:
Beides sind Überführungen oberhalb des Industriegebietes (Rübenplatz) am westlichen Ortsrand, mit einer
Einmündung in die L 163 (Verbindungsstraße zwischen Trautmannsdorf/Leitha und Götzendorf) bei der Gabelung Hauptstraße / Alleegasse auf Höhe Badesee.

Eine eventuelle Weiterführung zur Leithabrücke nach Sommerein und gleichzeitige Umfahrung der Ortschaft wäre in weiterer Folge möglich und vom Land NÖ befürwortet. Ein damit einhergehender Bodenverbrauch belastet jedoch diese Varianten.

Variante III unterführt die Batthyanystraße im Ortsgebiet neben der jetzigen Fahrbahn. Auf Grund der notwendigen Tiefe unter dem Gleisniveau und der zu berücksichtigenden Einfahrt in den Wienerweg, gäbe es bei Variante III ein Gefälle von 9%. Straßenbautechnisch sind solche Gefälle allerdings nicht genehmigungsfähig.

Variante IV mit 6% Gefälle würde die Zufahrt zum Wienerweg nahezu unmöglich machen und nebenbei
eine Verlegung des Kreisverkehrs bedürfen. Des weiteren wäre es notwendig, dass private Grundbesitzer großräumig Grund abtreten.

Bei den Varianten III und IV wäre eine Neuanbindung des Verkehrs in den Siedlungen Am grasigen Weg, Am Steig sowie der Wiener Straße 5–7 zu planen.

Drei Varianten (I, II und III) wurden den Gemeinderäten aus Trautmannsdorf/Leitha bereits zwei Mal vorgestellt. Unter Berücksichtigung der neuen Variante IV wird Anfang 2022 erneut ein Gespräch mit dem Planer und Vertretern von ÖBB und Land NÖ stattfinden.

Derzeit besteht die Möglichkeit die Schrankenanlagen so zu belassen, wie sie sind. Spätestens nach Ablauf der Anlagengenehmigung, eventuell sogar früher, kann allerdings dennoch das Schließungsszenario “aus drei mach eins” eintreten. Der Unterschied ist nur die Investition von € 900.000,- die bei Sanierung der Schrankenanlage von der Gemeinde aufzubringen ist.

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